Ratgeber

Was macht ein Energieberater? Aufgaben, Ablauf und Kosten im Überblick

Wer sein Haus sanieren oder eine alte Heizung ersetzen will, stößt früher oder später auf den Begriff Energieberater – meist im Zusammenhang mit Förderung. Was diese Person konkret tut, bleibt oft im Dunkeln. Auf dieser Seite erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, welche Aufgaben dahinterstecken, wie eine Beratung abläuft, was sie kostet und wann sie sich für Sie rechnet. Ich bin Michael Kummer, Architekt und Energieberater in Würzburg, und begleite Eigentümer in Unterfranken von der ersten Bestandsaufnahme bis zur fertigen Sanierung.

Stand: 30.06.2026 · Ratgeber von Michael Kummer, Architekt & Energieberater

Architekt & Energieberater in einer Person
dena-Energieeffizienz-Expertenliste
Würzburg · Unterfranken · vor Ort
Aus einer Hand

Planung und Energie zusammengedacht. Von der ersten Skizze über die Förderung bis zur handwerklich sauberen Umsetzung – ein Ansprechpartner für Würzburg und Unterfranken.

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Was macht ein Energieberater? Kurz erklärt

Ein Energieberater prüft, wie viel Energie ein Gebäude verliert und wo. Er findet die Schwachstellen an Dämmung, Heizung und Fenstern, berechnet den Energiebedarf und empfiehlt Sanierungsschritte, die sich rechnen. Welche Förderung von BAFA und KfW dazu passt, klärt er gleich mit – und hält alles in einem verständlichen Bericht oder einem Sanierungsfahrplan fest.

02

Die Aufgaben eines Energieberaters im Detail

Die Arbeit beginnt nicht am Schreibtisch, sondern am Gebäude. Ich verschaffe mir vor Ort ein Bild von der Bausubstanz – bei einem unterfränkischen Fachwerkhaus sieht das anders aus als bei einem Siedlungsbau aus den 1970er-Jahren. Aus dieser Aufnahme entsteht eine Bewertung, die jedes relevante Bauteil erfasst.

Was meine Beratung von einer reinen Rechenleistung unterscheidet: Ich plane als Architekt und denke jede Maßnahme bis ins Detail durch. Mein Hintergrund als Schreinermeister hilft mir dabei, Anschlüsse an Fenstern, Dach und Holzbauteilen so vorzusehen, dass sie auf der Baustelle auch wirklich funktionieren – ohne Wärmebrücken, ohne Pfusch am Detail. Gerade bei Altbauten mit fränkischem Sandstein oder historischem Fachwerk entscheidet diese Detailtreue darüber, ob eine Dämmung dauerhaft hält oder später Feuchteschäden verursacht.

Gebäudehülle prüfen

Dach, Außenwände, Kellerdecke und Bodenplatte auf Dämmstandard und Wärmeverluste untersuchen

Heizung und Anlagentechnik bewerten

Alter, Wirkungsgrad und Zustand von Wärmeerzeuger, Verteilung und Warmwasserbereitung

Fenster und Türen erfassen

U-Werte, Dichtungen und Anschlüsse beurteilen

Wärmebrücken und Luftdichtheit aufspüren – bei Bedarf mit Thermografie oder Blower-Door-Messung

Energiebedarf berechnen und mit dem Ist-Zustand vergleichen

Energieausweis ausstellen, sofern er erforderlich ist

Individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) mit priorisierten Maßnahmen erstellen

Fördermittel von BAFA und KfW prüfen und den Antrag vorbereiten

Auf Wunsch die Umsetzung als Baubegleitung fachlich überwachen

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So läuft eine Energieberatung ab

Eine Energieberatung folgt einem klaren Ablauf. Vorbereiten müssen Sie kaum etwas – ein paar Unterlagen genügen, den Rest übernehme ich.

Ein Punkt ist entscheidend und wird oft übersehen: Förderanträge müssen vor dem Beginn der Maßnahme gestellt werden. Wer den ersten Auftrag vergibt oder selbst loslegt, bevor der Antrag steht, verliert in aller Regel den Anspruch – rückwirkend lässt sich das nicht mehr heilen. Deshalb steht die Förderung bei mir früh im Ablauf, nicht am Ende. Welche Schritte das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorschreibt und welche freiwillig sinnvoll sind, ordne ich dabei für Ihr Gebäude ein.

Erstgespräch und Datenaufnahme

Wir klären Ihr Ziel – Heizungstausch, Komplettsanierung oder Energieausweis – und welche Pläne und Verbrauchswerte vorliegen.

Vor-Ort-Termin mit Aufmaß

Ich nehme das Gebäude auf, prüfe die Bauteile und dokumentiere den Zustand.

Analyse und Berechnung

Energiebedarf, Schwachstellen und mögliche Maßnahmen werden durchgerechnet und bewertet.

Bericht oder iSFP

Sie erhalten einen verständlichen Bericht beziehungsweise Sanierungsfahrplan mit priorisierten Schritten und Kostenschätzung.

Förderantrag vor Baubeginn

Den Antrag bei BAFA oder KfW stellen wir, bevor der erste Handwerker beginnt.

Optionale Baubegleitung

Auf Wunsch begleite ich die Umsetzung und bestätige am Ende die fachgerechte Ausführung.

04

Was kostet ein Energieberater? Honorar und Stundensatz

Eine pauschale Antwort wäre unseriös – die Kosten hängen davon ab, was Sie brauchen. Eine einzelne Beratung zum Heizungstausch kostet weniger als ein vollständiger Sanierungsfahrplan für ein großes Mehrfamilienhaus samt anschließender Baubegleitung.

Gut zu wissen: Die Energieberatung selbst wird gefördert. Über das BAFA-Programm zur Energieberatung für Wohngebäude übernimmt der Staat einen Anteil der Kosten für den Sanierungsfahrplan – das senkt Ihren Eigenanteil spürbar. Die genaue Höhe und die aktuellen Bedingungen prüfe ich für Ihr Vorhaben, denn Förderquoten ändern sich von Zeit zu Zeit.

Ein konkretes Honorar nenne ich Ihnen, sobald ich weiß, worum es geht – schriftlich und nachvollziehbar, bevor wir starten. Lockpreise, die sich später vervielfachen, finden Sie bei mir nicht.

Was am Ende auf der Rechnung steht, bestimmen vor allem diese Faktoren:

Größe und Art des Gebäudes (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus, Denkmal)

Umfang der Leistung

punktuelle Beratung, Energieausweis, vollständiger iSFP oder Baubegleitung

Aufwand der Bestandsaufnahme, etwa bei fehlenden Plänen oder zusätzlicher Messtechnik

Anzahl und Tiefe der durchgerechneten Sanierungsvarianten

05

Lohnt sich ein Energieberater?

In den meisten Fällen ja. Für viele Förderprogramme von KfW und BAFA ist ein eingetragener Energieeffizienz-Experte ohnehin Pflicht – ohne ihn fließt schlicht kein Geld. Der Nutzen geht aber über den reinen Förderzugang hinaus.

Der vielleicht größte Gewinn: Sie müssen nicht zwischen Architekt, Energieberater und Förderlotse hin- und herlaufen. Bei mir übernimmt das eine Person – ich plane das Gebäude und verantworte die Energieeffizienz. Ob Altbausanierung in der Würzburger Innenstadt oder Heizungstausch in einem Reihenhaus bei Kitzingen: Sie haben einen Ansprechpartner, der das Gebäude versteht und die Förderung kennt.

Konkret zahlt sich eine gute Beratung gleich mehrfach aus:

Förderzugang

Viele Programme – etwa das Effizienzhaus über KfW 261 oder förderfähige Einzelmaßnahmen – setzen einen eingetragenen Energieeffizienz-Experten voraus.

Mehr Förderung durch den iSFP-Bonus

Wer Maßnahmen aus einem Sanierungsfahrplan umsetzt, erhält bei förderfähigen Einzelmaßnahmen einen zusätzlichen Bonus auf die Förderquote.

Weniger Fehlplanung

Die richtige Reihenfolge der Maßnahmen verhindert teure Fehler – etwa eine neue Heizung, die nach der späteren Dämmung überdimensioniert wäre.

Werterhalt und Wertsteigerung

Ein energetisch saniertes Gebäude ist günstiger im Betrieb und am Markt mehr wert.

GEG-Sicherheit

Sie erfüllen die gesetzlichen Anforderungen, ohne über Pflichten zu stolpern.

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Energieberater vs. eingetragener Energieeffizienz-Experte

Der Begriff Energieberater ist nicht geschützt. Theoretisch darf sich jeder so nennen, unabhängig von Ausbildung und Erfahrung. Für die staatliche Förderung zählt deshalb etwas anderes: Wer Fördermittel von KfW oder BAFA beantragen will, braucht einen Sachverständigen, der in der Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes (geführt von der dena) eingetragen ist. Nur dann wird die Maßnahme anerkannt.

Ich erfülle diese Voraussetzung. Als Architekt bin ich Mitglied der Bayerischen Architektenkammer, zusätzlich bin ich von der Handwerkskammer zertifizierter Energieberater und in der Energieeffizienz-Expertenliste der dena eingetragen. Diese Kombination ist der Grund, warum Planung und Förderfähigkeit bei mir zusammenpassen: Die Berechnung, die ich abgebe, ist zugleich die Grundlage, nach der ich plane. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:

Eintrag in der dena-Energieeffizienz-Expertenliste – Voraussetzung für KfW- und BAFA-Förderung

Nachweisbare Qualifikation, etwa als Architekt, Ingenieur oder über die Handwerkskammer

Unabhängigkeit von Herstellern und Handwerksbetrieben – Empfehlungen im Interesse des Gebäudes, nicht des Verkaufs

Erfahrung mit Ihrem Gebäudetyp, etwa Altbau, Fachwerk oder Denkmal

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Energieberater in Würzburg und Unterfranken finden

Bei der Suche nach einem Energieberater in Ihrer Nähe lohnt der Blick auf drei Dinge: den Eintrag in der Expertenliste, die fachliche Qualifikation und die Erfahrung mit Gebäuden wie Ihrem. Regionale Nähe ist kein Muss, hilft aber – denn wer die Bauweisen vor Ort kennt, erkennt schneller, worauf es ankommt.

Ich arbeite als Architekt und Energieberater in Würzburg und betreue Eigentümer in ganz Unterfranken – von der Würzburger Altstadt über Kitzingen bis ins Umland. Was mich von vielen Anbietern unterscheidet, ist die Verbindung beider Rollen: Ich plane das Gebäude und verantworte zugleich die Energieeffizienz. So sparen Sie sich die Schnittstelle zwischen zwei Büros, und zwischen Planung und Förderung geht nichts verloren.

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Erzählen Sie mir kurz von Ihrem Vorhaben – ich melde mich zeitnah und unverbindlich zurück.

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FAQ

Häufige Fragen

Was macht ein Energieberater genau?
Ein Energieberater prüft den energetischen Zustand eines Gebäudes vor Ort, bewertet Dämmung, Heizung, Fenster und Wärmebrücken und berechnet den Energiebedarf. Daraus entstehen konkrete, priorisierte Sanierungsempfehlungen, oft als individueller Sanierungsfahrplan. Außerdem prüft er passende Förderprogramme von BAFA und KfW und bereitet bei Bedarf den Antrag vor.
Was kostet ein Energieberater?
Das hängt vom Umfang ab: Eine punktuelle Beratung kostet weniger als ein vollständiger Sanierungsfahrplan mit Baubegleitung. Auch Gebäudegröße und Aufwand der Bestandsaufnahme spielen hinein. Ein verlässliches Honorar nenne ich nach einem kurzen Erstgespräch. Wichtig: Die Beratung selbst wird über die BAFA anteilig gefördert, was Ihren Eigenanteil senkt.
Wie hoch ist der Stundensatz eines Energieberaters?
Einen einheitlichen Stundensatz gibt es nicht – er variiert je nach Qualifikation, Region und Leistung. Viele Beratungen werden ohnehin nicht nach Stunden, sondern als Festpreis für ein klar umrissenes Paket abgerechnet, etwa für einen Sanierungsfahrplan oder einen Energieausweis. Den konkreten Preis für Ihr Vorhaben halte ich vorab schriftlich fest.
Lohnt sich ein Energieberater wirklich?
In den meisten Fällen ja. Für viele KfW- und BAFA-Programme ist ein eingetragener Experte Pflicht – ohne ihn gibt es keine Förderung. Er verhindert teure Fehlplanung, hebt über den iSFP-Bonus die Förderquote und sichert die GEG-Konformität. Unterm Strich spart die Beratung meist mehr ein, als sie kostet.
Was ist der Unterschied zwischen einem Energieberater und einem Energieeffizienz-Experten?
Energieberater ist kein geschützter Begriff – so darf sich jeder nennen. Energieeffizienz-Experte bezeichnet dagegen einen Sachverständigen, der in der offiziellen Expertenliste des Bundes (geführt von der dena) eingetragen ist. Nur mit diesem Eintrag werden Förderungen von KfW und BAFA anerkannt. Ich bin in dieser Liste eingetragen.
Wird die Energieberatung von BAFA oder KfW gefördert?
Ja. Die BAFA fördert die Energieberatung für Wohngebäude und übernimmt einen Anteil der Kosten für den Sanierungsfahrplan. Dadurch sinkt Ihr Eigenanteil spürbar. Die genaue Förderhöhe und die Bedingungen ändern sich gelegentlich, deshalb prüfe ich den aktuellen Stand für Ihr konkretes Vorhaben.
Brauche ich für die KfW-Förderung einen Energieberater?
In der Regel ja. Für die meisten KfW-Programme – etwa das Effizienzhaus über KfW 261 oder förderfähige Einzelmaßnahmen – ist die Einbindung eines in der dena-Expertenliste eingetragenen Energieeffizienz-Experten verpflichtend. Er bestätigt die Maßnahmen und stellt die nötigen Nachweise (BzA und BnD) aus.
Kontakt

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Burkarderstraße 16
97082 Würzburg